Die EB Zürich lancierte vor kurzem die Plattform www.bb-hub.ch. Projektleiter Stefan Zwicker und Webentwickler Pietro Caruso sprechen über die Entstehung und ziehen eine erste Bilanz.
Stefan, was ist das Ziel des Berufsbildungs-Hubs?
Stefan: Die Plattform bündelt praktische Informationen zur Berufsbildung. Dazu gehören Diskussionen, Beschlüsse, Veranstaltungen, Studien, Theorien, Tipps und Angebote. Damit helfen wir Berufsbildenden, up-to-date zu bleiben und sich in Themen, die für ihre Arbeit relevant sind, zu vertiefen. In unseren Berufsbildnerkursen nutzen wir den BB-Hub zudem als Lernplattform.
In welchen Situationen hilft mir der BB-Hub konkret?
Wenn du über die Entwicklungen in der Berufsbildung auf dem Laufenden sein möchtest oder Unterstützung suchst. Ein Beispiel: Begleitest du einen Lernenden mit Verdacht auf ADHS, liefert der BB-Hub Fachinformationen und verweist auf passende Anlaufstellen. Unser Team kuratiert die Inhalte sorgfältig – das unterscheidet uns von einer Google-Suche. Nach dem Einloggen kannst du dich zudem mit anderen Nutzern vernetzen und per Messenger austauschen.
Welche Erkenntnisse haben das Projekt geprägt? Wo musstet ihr umdenken?
Stefan: Wir haben früh geprüft, welchen Mehrwert wir gegenüber bestehenden Angeboten bieten. Es gibt bereits Plattformen mit Fachinformationen und solche für Vernetzung. Wir kombinieren beides – mit klarem Fokus auf Alltagstauglichkeit. Einige Ideen haben wir bewusst gestrichen oder vereinfacht, weil sie zu wenig Praxisnutzen boten.
Pietro, du bist von der Agentur Webtribute GmbH für die technische Entwicklung verantwortlich. Was war die grösste Herausforderung?
Pietro: Die Datenschutzvorgaben des Kantons Zürich setzten den Rahmen. Deshalb kam für uns keine Standard-Softwarelösung in Frage, die unverändert übernommen wurde. Wir haben die Plattform auf einer bestehenden technischen Grundlage aufgebaut, gezielt an die Anforderungen angepasst und datenschutzkonform in die Projektumgebung integriert. Mit begrenztem Budget hiess das: priorisieren, vereinfachen und pragmatisch entscheiden. Statt möglichst viele Funktionen zu integrieren, konzentrierten wir uns auf das, was unsere Zielgruppe wirklich braucht.
Gibt es ein Feature, auf das du besonders stolz bist?
Pietro: Es ist weniger ein einzelnes Feature als das Zusammenspiel. Nutzer können ein persönliches Profil anlegen, Inhalte posten und auf Beiträge anderer reagieren. Der geschützte Bereich ist personalisiert und interaktiv – das war technisch anspruchsvoll, besonders unter den gegebenen Rahmenbedingungen.
Wie lief die Zusammenarbeit im Projektteam?
Stefan: Offen und auf Augenhöhe. Als ich das Projekt von meiner Vorgängerin übernahm, stand es kurz vor der Umsetzung. In dieser Phase prüften und änderten wir vieles. Der Dialog war dabei entscheidend.
Pietro: Es war ein dynamischer Prozess mit vielen Beteiligten – vom Projektteam bis zu den Kursleitenden. Ihre Rückmeldungen waren zentral. Nach mehreren Iterationen haben wir eine gute Grundlage geschaffen. Der BB-Hub ist jedoch bewusst als wachsendes Angebot gedacht: Inhalte und Funktionen entwickeln sich mit der Nutzung weiter.
Jetzt reinschauen: www.bb-hub.ch
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