Mit «Skill up & Connect» bietet die EB Zürich Berufsbildner/-innen eine neue Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und frische Impulse für den Ausbildungsalltag zu gewinnen. Zur Premiere im Mai 2026 kamen über 40 Fachleute zusammen.
«Die Teilnehmenden unserer Berufsbildnerkurse berichten immer wieder, dass sie sich auch nach dem Kurs austauschen und über wichtige Themen informieren möchten», sagt Stefan Zwicker, Leiter von EB Connect. Aus diesem Bedürfnis entstand die Idee für «Skill up & Connect» – ein Anlass, der künftig jährlich stattfinden wird. Zur ersten Veranstaltung trafen sich 42 Fachleute aus Handwerk, Pflege, KV, Informatik und Geomatik.
Keynote mit Praxisbezug
Stefan Platter, Leiter Berufsbildung der Emil Frey Gruppe Schweiz, eröffnete den Abend mit einem anonymisierten Praxisfall: Was tun, wenn ein Lernender im ersten Lehrjahr plötzlich nachlässt? Welche Schritte sind sinnvoll? Gemeinsam mit dem Publikum entwickelte er konkrete Lösungsansätze und teilte Erfahrungen aus seiner langjährigen Tätigkeit. Sein Impulsreferat griff das Motto der Veranstaltung auf: «Zukunft gestalten – mit Kopf, Herz und Hand». Die Formulierung lehnt sich an den ganzheitlichen Bildungsansatz von Johann Heinrich Pestalozzi an. Lernen umfasst demnach nicht nur Wissen, sondern auch Persönlichkeit, Emotionen und praktische Fähigkeiten.
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«Meine Motivation am Anlass teilzunehmen? Ich wollte andere Ausbildende treffen, Erfahrungen austauschen und mich auch ein bisschen vergleichen – um mich in meiner Rolle als Berufsbildner weiterzuentwickeln.»
Workshops: Skills für den Alltag
Nach dem lebhaften Austausch vertieften die Teilnehmenden ihre Kompetenzen in verschiedenen Workshops:
- Auftrittskompetenz: Schauspieler und Dozent Christian Menzi zeigte, wie bewusste Pausen die Wirkung eines Auftritts stärken.
- Visualisierung: Sabine Frey, Leiterin Berufsbildnerkurse, vermittelte einfache Techniken für ansprechende Flipcharts und Pinnwände.
- Coaching: Nadja Goutziomitros-Milosevic, Karriere- und Bewerbungscoach, präsentierte Methoden, um Lernende auch in anspruchsvollen Situationen sicher zu begleiten.
- Künstliche Intelligenz: Ricarda Reimer und Silvia Mensing, Digital Learning Expertinnen, erklärten, wie man KI verantwortungsvoll in der Lehre einsetzt.
- Digitale Lernwelten: Digital Learning Experte Christian Hirt zeigte, wie man Lerninhalte mit Smartphones, Smart Glasses und VR-Brillen spannend vermittelt.
- LEGO® Serious Play®: Roy Franke, Bereichsleiter EB Digital, demonstrierte, wie man mit Lego spielerisch Ideen entwickelt und abstrakte Gedanken sichtbar macht.
«Ich fand es wertvoll, in kurzer Zeit in ein Thema einzutauchen und direkt anwendbare Impulse mitzunehmen», resümierte ein Teilnehmer beim gemeinsamen Abschluss. Noch lange nach den Workshops wurde in der Aula weiterdiskutiert. Beim Apéro tauschten die Teilnehmenden Erfahrungen aus, knüpften Kontakte und sammelten neue Ideen für den Ausbildungsalltag.
Teilnehmerstimmen:
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«Der Workshop ‘LEGO® Serious Play®’ hat mir besonders gefallen. Ich habe einen lässigen Input erhalten, der mich nun weiterdenken lässt.»
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«Der Coaching-Workshop stärkte mein Bewusstsein: Für eine erfolgreiche Lehrzeit sind alle Parteien verantwortlich – Berufsbildner, Lernende und Betrieb. Nur durch eine gute Zusammenarbeit kann Ausbildung gelingen.»
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«Aus dem KI-Workshop nehme ich mit: KI ist grundsätzlich spannend und hilfreich. Trotzdem ist es wichtig, dass Lernende zuerst selbst nach Lösungen suchen. In Kundengesprächen haben wir schliesslich auch keine Möglichkeit, darauf zurückzugreifen oder den Laptop aufzuklappen.»







