Flüchtlinge schliessen Lücken bei Handwerksberufen

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5. Juli 2021 / Jürgen Deininger

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge

Liyagat Moradi, Fleischassistent aus Afghanistan © Foto Joël Hunn (SonntagsZeitung)

Seit ihrem Start 2018 haben schweizweit rund 1600 Flüchtlinge die Integrationsvorlehre besucht und mehrheitlich nach diesem einjährigen Brückenangebot eine Anschlusslösung in Form einer Lehrstelle gefunden.

Die SonntagsZeitung porträtiert in ihrer Ausgabe vom 4. Juli 2021 den Werdegang von drei jungen Flüchtlingen und zeigt an ihrem Bespiel auf, wie junge Flüchtlinge zunehmend in Mangelberufen tätig werden, sich nachhaltig in den Schweizer Arbeitsmarkt integrieren und so die Kosten für die Sozialhilfe reduzieren.

Die Integrationsvorlehre – eine Erfolgsgeschichte für Flüchtlinge und Betriebe

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4. März 2021 / Jürgen Deininger

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene in der Manor Winterthur

© Bulletin Frühjahr 2021 ASFL SVBL

Dass die Integrationsvorlehre für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene eine einzigartige Erfolgsgeschichte ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Zahlreiche Publikationen in Tageszeitungen und in Medien der beteiligten Firmen und Verbände legen Zeugnis davon ab.

Auch die Manor Winterthur beteiligt sich daran. Im Bulletin Frühjahr 2021 der Schweizerischen Vereinigung für die Berufsbildung in der Logistik ASFL SVBL berichtet Massimo Romano, Fachverantwortlicher der Integrationsvorlehre an der EB Zürich, wie Daniel F. aus Eritrea seit Sommer 2020 dort seine Vorlehre absolviert mit dem Ziel, einen Berufsabschluss in der Logistik zu machen.

 

Integrationsvorlehre: Zwischenschritt bewährt sich

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23. Oktober 2020 / Jürgen Deininger

Seit zwei Jahren können Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene eine einjährige Ausbildung machen, die sie auf die Berufslehre vorbereiten soll. Die Integrationsvorlehre (Invol) startete zuerst als Pilotprojekt und wurde, auch weil sie eine Erfolgsgeschichte ist, jetzt bis 2023/2024 verlängert.

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge
Sahro Abdi Ahmed ©Sophie Stieger / Schulblatt

Das Schulblatt des Kantons Zürich porträtiert in seiner aktuellen Ausgabe die Somalierin Sahro Abdi Ahmed, die sich mit der Invol auf eine zweijährige Lehre als Hauswirtschaftspraktikerin EBA vorbereitet hatte. Vor vier Jahren war Frau Ahmed in die Schweiz gekommen, hatte hier Asyl erhalten und Deutsch- und Integrationskurse besucht.

Während der Integrationsvorlehre arbeiten die Teilnehmer/innen dreieinhalb Tagen in den Betrieben – beteiligt sind u.a. Branchen wie Logistik, Betriebsunterhalt, Gebäudetechnik, Hauswirtschaft etc. –, eineinhalb Tage besuchen sie den Unterricht an Schulen, in Zürich zB an der Baugewerblichen Berufsschule oder der EB Zürich. An Letzterer ist Massimo Romano, Bereichsleiter «Lebenslanges Lernen» für die Invol zuständig; schon seit vier Jahren beschäftigt er sich mit ihr und hat dafür das schulische Konzept entwickelt. Dieses sei «ein Mix aus Sprach- und Fachunterricht» und diene auch dazu, dass sich Lernende «mit der Schweiz in einem breiteren Sinn auseinandersetzen», so Massimo Romano; der Erwerb von Sprachkenntnisse sei dabei in allen Fächern von Bedeutung.

Nicht nur Sahro Abdi Ahmed wünschen wir viel Erfolg bei ihrer Lehre, sondern allen anderen Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die schweizweit an der Integrationsvorlehre teilnehmen.

Erste Absolventinnen und Absolventen schliessen Integrationsvorlehre erfolgreich ab

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13. August 2019 / Redaktion

Nach dem richtungsweisenden Vorprojekt «Integrationsvorlehre Logistik» haben im Kanton Zürich 94 anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen im Schuljahr 18/19 eine Integrationsvorlehre absolviert.

Integrationsvorlehre

Am 23. August erhalten die 68 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen an der EB Zürich ihren Kompetenznachweis – ein Grossteil von ihnen hat bereits eine Lehrstelle in Aussicht.

Mit der besseren Arbeitsintegration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen soll das Potenzial an Arbeitskräften besser ausgeschöpft und das Risiko der Sozialabhängigkeit gesenkt werden. Es ist den 18 vom Bund beauftragten Kantonen überlassen, wie sie die Integrationsvorlehre gestalten. Das Zürcher Modell steht unter der Leitung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes und wurde in Zusammenarbeit mit der kantonalen Berufsschule für Weiterbildung des Kantons Zürich – EB Zürich – sowie mit weiteren kantonalen Berufsschulen, Berufsverbänden und Unternehmen entwickelt und nun erstmals durchgeführt.

Integrationsvorlehre

«Diese Menschen bringen viel mit»

Die EB Zürich hatte bereits im Vorprojekt «Integrationsvorlehre Logistik» federführend mitgewirkt. Massimo Romano, Leiter Arbeitswelt an der EB Zürich, zeigt sich erfreut über den Erfolg: «Nach den positiven Erfahrungen im Vorprojekt sind wir auch mit der ersten offiziellen Durchführung sehr zufrieden. Die Integrationsvorlehre basiert auf der Grundphilosophie ‹Lernen im Kontext› und orientiert sich an den Ressourcen der Teilnehmenden, nicht an ihren Defiziten. Diese Menschen haben sich in vielen Situationen durchs Leben geschlagen, die weitaus schwieriger sind, als sie in einem geordneten Schulbetrieb je vorkommen. Damit sie hier bei uns den Anschluss schaffen, orientieren wir uns an ihren Stärken.»

In Zürich setzt man auf das duale Modell

Bei der Integrationsvorlehre handelt es sich um ein Brückenangebot zur Berufsbildung. Damit soll den Interessierten der branchenspezifische Einstieg in verschiedene Berufsfelder ermöglicht werden: Detailhandel, Logistik, Gastronomie, Gartenbau, Gebäudetechnik, Betriebsunterhalt, Gleisbau, Automobilbranche und Gebäudereinigung. Die einjährige Vorlehre ist dual aufgebaut. Die Teilnehmenden erwerben grundlegende Kompetenzen in einem bestimmten Berufsfeld. Dafür verbringen sie anderthalb Tage pro Woche in der Berufsfachschule und die restliche Zeit im Betrieb. Die schulischen Module sind praxisorientiert und sollen die Teilnehmenden darin bestärken, ihre beruflichen Kompetenzen zu verbessern: Deutsch allgemein, Informations- und Kommunikationstechnik, Mathematik, Normen und Werte, Arbeiten in der Schweiz und Lernwerkstatt. Massimo Romano: «Die Kompetenzprofile und den entsprechenden Schulstoff haben wir bereits im Vorprojekt in enger Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden entwickelt. Heute können wir die positiven Erfahrungen der damaligen Pionierarbeit multiplizieren.»

Integrationsvorlehre

Alle Beteiligten profitieren

Die 94 Teilnehmenden der ersten Zürcher Integrationsvorlehre sind zwischen 18 und 40 Jahre alt und stammen aus den verschiedensten Ländern. 80% der Absolventen und Absolventinnen haben einen Lehrvertrag erhalten und starten diese Tage ins erste Lehrjahr. Die erfreulichen Rückmeldungen zur ersten Durchführung sind ermutigend und sprechen für die Fortsetzung des vom Bund befristeten Pilotprogramms. Die berufliche Integration von geflüchteten Menschen ist auch volkswirtschaftlich ein Gewinn, denn es profitieren alle Beteiligten: die Integrationswilligen, die Branchen und Betriebe, die Kantone und der Bund sowie letztlich die Gesellschaft.

Am 19. August startete im Kanton Zürich die zweite Durchführung der Integrationsvorlehre – über 80 Integrationsvorlehrverträge sind eingetroffen.

Medienmitteilungen

Top motivierte Flüchtlinge

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27. Februar 2019 / Redaktion

Die NZZ berichtet heute auf der Frontseite des Wirtschaftsteils über «beachtliche Erfolgsquoten» beim «Schweizer Projekt der Flüchtlingsvorlehre». Das deckt sich auch mit den Erfahrungen der EB Zürich, die derzeit 75 Flüchtlinge in ihrer Integrationsvorlehre ausbildet.

Integrationsvorlehre

«Wie viele den Sprung in eine reguläre Lehre schaffen, werden wir in ein paar Wochen wissen», sagt der zuständige Bereichsleiter Massimo Romano. Die im Artikel genannte Erfolgsquote von 60 bis 80 Prozent hält Romano für realistisch. Die NZZ berichtet von durchwegs positiven Erfahrungen mit der neuen Integrationsvorlehre (INVOL) in den Kantonen Schaffhausen, Zug und Solothurn. Und folgert: «Trotz hohen Hürden scheint die Mehrheit der Teilnehmer gute Chancen zu haben, eine reguläre Berufslehre zu finden.»

Dass die EB Zürich im Auftrag des Kantons Zürich bereits von 2016 an einen Pilotkurs im Berufsfeld der Logistik durchgeführt und damit Pionierarbeit für die Entwicklung des Ausbildungskonzeptes geleistet hat, kommt in dem Artikel leider nicht zur Sprache.

Das Pilotprojekt des Kantons Zürich war für die Planung, Konzeption und Vorbereitung der INVOL massgebend. Die EB Zürich führt gegenwärtig für 8 Berufsfelder den Schulunterricht in Zusammenarbeit mit anderen kantonalen Berufsfachschulen durch: Die 75 Flüchtlinge lernen seit August am Standort Zürich Altstetten Deutsch, Mathematik, Branchen- und Berufskunde, ICT-Kenntnisse, Allgemeinbildung und mehr.

Die Ausbildungsverantwortlichen bestätigen, dass die Integrationsvorlehrlinge sehr motiviert sind, wie es in dem NZZ-Artikel heisst. Dieser trägt gar den Titel: «Stärker motiviert als Schweizer Lehrlinge».

Medienmitteilungen

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