Ein Digital Learning Hub für Zürich

Tags: Angebot

1. November 2019 / Redaktion

Wie befördert man das Lernen und Lehren ins digitale Zeitalter? Indem man eine physische und gleichzeitig digitale Plattform schafft, wo sich Pioniere, Expertinnen und Interessierte treffen und schulübergreifend vernetzen können. Anfang Oktober ist der «Digital Learning Hub Sek II» gestartet; entwickelt haben ihn KME und EB Zürich gemeinsam.

Digital Learning Hub

Medien und Politik werfen immer wieder die Frage auf: Sind die Mittel- und Berufsschulen ausreichend auf den digitalen Wandel vorbereitet? Und vor allem: Bereiten sie auch die Schülerinnen und Schüler genügend auf eine Berufs- und Forschungswelt vor, in welcher der Einsatz und die Weiterentwicklung digitaler Technologien zum Alltag gehören werden? Die Antwort ist: Es kommt darauf an, auf die Schule, die Lehrerin, den Lerncoach, das Fach, das Projekt.

Digitales Lehren beschränkt sich nicht auf die Ausgabegeräte

Manchmal besteht die Digitalisierung gerade mal im Ersatz der Tafel durch einen Beamer, der Visualizer tritt an die Stelle des Hellraumprojektors. Andernorts wird im Fremdsprachenunterricht mit maschinellen Übersetzungstools getüftelt, im Fach Geografie kommen geografische Informationssysteme (GIS) zum Einsatz. Oft sind es die Lehrpersonen, die Innovationen im digitalen Bereich anstossen müssen. Dafür benötigen sie Zeit und Unterstützung. Die ist nicht immer vorhanden, und das könnte der Grund sein, weshalb viele Zürcher Schulen erst auf der Stufe 1 des digitalen Umbaus stehen: Neue Geräte ersetzen die alten.

Gemeinsam Schwung ins digitale Lernen bringen

Support bietet den Lehrkräften ab sofort der «Digital Learning Hub Sek II» (DLH). Die Vision dahinter: Der DLH dient als Schwungrad und Drehscheibe der Mittelschulen und Berufsfachschulen im Kanton Zürich für das Lehren und Lernen im digitalen Raum. Mit dem Ziel, digital-affine Lehrpersonen über die Schulgrenzen hinaus zusammenzubringen. «Unter dem Motto ‹konsequent vernetzt› möchten wir die Berufsfachschul- und Mittelschullehrpersonen untereinander vernetzen», schreiben die beiden Initianten und Projektverantwortlichen Christian Flury (EB Zürich) und André Dinter (KME).

Vorzeigeideen fördern und verbreiten

Der DLH ist mit dem Anspruch lanciert worden, das didaktisch-methodische Handlungsrepertoire der Lehrpersonen mittels digitaler Tools zu erweitern. «Ganz konkret, ganz nah am Unterricht», sagt André Dinter. Diese Mission sei erreicht, wenn die Lehrperson «ein digitales Unterrichtsvorhaben erfolgreich planen, umsetzen und evaluieren könne». Einige der vom Innovationsfonds der Mittelschulen ausgewählten und geförderten Projekte wiesen beispielhaft in die richtige Richtung. Indem er solche Vorzeigeprojekte bekannt macht, verfolgt der DLH ein weiteres wichtiges Ziel: die Vielfalt an Ideen zu verbreiten und weiter zu fördern.

Persönlich begleiten und unterstützen

Um das zu erreichen, ist der DLH auch eine moderne, digitale Kollaborationsplattform, auf welcher digital-affine Lehrpersonen und Entwicklungsverantwortliche miteinander kommunizieren und Ideen austauschen können. «Unsere Aufgabe ist es aber auch, sie zu begleiten und zu unterstützen», sagt Christian Flury. Als direkte Ansprechpartner konnten zwei Lehrpersonen gewonnen werden: Katarina Gromova von der KZO kümmert sich um die Mittelschulen und Christian Hirt von der EB Zürich um die Berufsfachschulen. Sie werden im November ihre Tätigkeit aufnehmen.

Ein Workshop zum Auftakt

In einem ersten Schritt geht es nun darum, Gemeinsamkeiten zu finden und zu erfahren, wer sich mit welchen digitalen Lehrmethoden und Umsetzungen auseinandersetzt. Eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bietet sich am «Digital Learning Vernetzungsworkshop»: Er findet am 28. November von 14 bis 17 Uhr in der Aula des Bildungszentrums für Erwachsene (BiZE) im Zürcher Seefeld statt. «Dazu werden 2 bis 3 Personen aus jeder Schule persönlich angesprochen», sagt Christian Flury. Eingeladen sind aber alle Interessierten: Die Initianten freuen sich, wenn digital-affine Lehrpersonen und interessierte Schulleitungsmitglieder oder Verantwortliche der ICT-Entwicklungsteams teilnehmen können. Und so die Chance nutzen, sich über den Stand digitaler Projekte zu informieren und auszutauschen.

Anmeldung zum Workshop

Vernetzungsworkshop
Anmeldeschluss: Donnerstag, 7. November 2019

Digitale Pionierarbeit an Schulen auszeichnen

Zwei Innovationsfonds fördern innovative, digital gestützte Unterrichtsprojekte. Indem sie eingereichte Projekte unterstützen, prämieren und bekannt machen, tragen sie zur praxisnahen Umsetzung der Digitalisierung an den Mittel- und Berufsfachschulen des Kantons Zürich bei.

Der Innovationsfonds der Mittelschulen (betrieben durch HSGYM – Schnittstelle Hochschule und Gymnasium) hat erstmals im Juli 2019 Förderbeiträge für eine kleine Anzahl Projekte ausgesprochen. Dabei werden Lehrpersonen für die Ausarbeitung von innovativen Unterrichtsprojekten in Form von finanzierten Unterrichtsstunden entlastet. Geförderte Projekte sollen später allen Lehrpersonen des Kantons Zürich zur Verfügung gestellt werden. Mehr zu den 2019 ausgezeichneten Projekten finden Sie unter www.hsgym.ch (Schnittstelle Hochschule und Gymnasium).

Sinnvolle Projekte erhalten Support

In den Jahren 2020 und 2021 werden weitere Projekte in einem Gesamtvolumen von 100 Jahresstunden gefördert. Bereits im September ist die zweite Tranche an Projekten eingereicht worden; die Auswahl der auszuzeichnenden Projekte erfolgt bis im März 2020. Weiterreichenden Support kann der «Digital Learning Hub» (DLH) beisteuern. Christian Flury von der EB Zürich: «Beim DLH unterstützen wir alle sinnvollen Projekte, darunter auch solche, die keine Fördermittel beanspruchen wollen.»

Innovation in der digitalen Vermittlung für Berufslernende

Im Frühlingssemester 2020 startet auch der Innovationsfonds der Berufsbildung; dann können sich auch Berufsfachschulen um Förderstunden für Projekte bewerben. Ausgezeichnet werden ebenfalls Projekte von Lehrpersonen der Berufsbildung mit innovativen didaktisch-methodischen Settings, die das Beste aus zwei Welten, der digitalen und der realen, zusammenführen. Das Ziel soll auch hier sein: Ganz nah bei den Lehrpersonen und damit letztlich auch bei den Berufslernenden.

START! Berufsbildung – neues Kursangebot für Integrationsförderung

Tags: Angebot

1. November 2019 / Redaktion

Der Kanton Zürich baut mit dem neuen Angebot START! Berufsbildung die Integrationsförderung aus. Joy Kramer von der kantonalen Fachstelle Integration erläutert, weshalb es dieses zusätzliche Integrationsangebot für vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge braucht und wie es funktioniert. Die EB Zürich bietet dieses Angebot im Rahmen der Integrationsagenda des Kantons Zürich ab Januar 2020 an.

Start! Berufsbildung

Welche Rolle spielt das Angebot in der Strategie von Bund und Kanton?

Bund und Kantone waren sich mit der Integrationsagenda einig, dass es zentral ist, stärker in die Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu investieren. Das neue Angebot START! Berufsbildung ist Teil der spezifischen Integrationsförderung und bereitet vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge auf die Anforderungen und Angebote der Berufsbildung vor. Gerade geflüchtete Personen haben mehrheitlich einen höheren Integrationsförderbedarf als andere zuziehende Personen. Dies hat mit den Umständen vor, während und nach der Flucht zu tun.

Start! Berufsbildung

Häufig sind langjährige Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsunterbrüche damit verbunden. Aus diesem Grund müssen sie sich neben Deutschkenntnissen auch weitere Grundkompetenzen aneignen und brauchen für die Abklärung ihres Förderbedarfs individuelle Begleitung. Diese sogenannten Potenzialabklärungen, die mit der Integrationsagenda intensiviert werden können, sind das Kernstück der neuen gemeinsamen Förderstrategie von Bund, Kanton und Gemeinden.

«Das Ziel ist eine berufliche Grundbildung anstelle eines direkten Einstiegs in den Arbeitsmarkt.»

Ziel ist, dass das Angebot die bisherige Angebotslandschaft gut ergänzt, der Integrationsprozess früher und gezielt einsetzen kann und wenn immer möglich, eine berufliche Grundbildung dem direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt vorgezogen wird – ganz im Sinne der Integrationsagenda des Kantons Zürich. Das Angebot entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Jugend und Berufsberatung, dem MBA und der kantonalen Fachstelle Integration.

Zielpublikum: Für welche Zielgruppe ist der neue Integrationsweg gedacht?

Das Angebot ist in erster Linie für vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge ab 16 Jahren gedacht, die den Einstieg in eine berufliche Grundbildung anstreben, steht aber auch Personen bis 40 Jahre offen. Die Teilnehmenden haben die Alphabetisierung im lateinischen Alphabet abgeschlossen und in ihrem Herkunftsland mindestens die Grundschule besucht.

Start! Berufsbildung

Wer profitiert von START! Berufsbildung?

Die Geflüchteten haben mit dem Bildungsangebot die Möglichkeit, sich bedarfsgerecht auf die Anforderungen der Berufsbildung vorzubereiten. Dies beinhaltet eine Begleitung im Laufbahnprozess, welche die berufliche Integration unterstützt und gemeinsam mit der teilnehmenden Person eine Planung für den Bildungsweg erarbeitet. Den geflüchteten Personen wird damit ermöglicht, stärker ihre individuellen Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen und zu entwickeln, mit dem Ziel, rascher gesellschaftlich und wirtschaftlich teilhaben zu können. Davon profitieren letztlich alle.

Wie ist der Ablauf? Welche Stellen sind involviert?

Die fallführenden Stellen der kantonalen Asyl- und Flüchtlingsstrukturen und der Gemeinden melden die interessierten Personen direkt bei den zuständigen regionalen Berufsinformationszentren (biz) respektive beim Laufbahnzentrum der Stadt Zürich (LBZ) für eine Potenzialabklärung an. Erfüllt die Person die Anforderungen, leitet das biz oder das LBZ die Anmeldung für das Angebot START! Berufsbildung direkt an die EB Zürich weiter. Letztere nimmt sowohl mit der fallführenden Stelle als auch mit der teilnehmenden Person Kontakt auf und informiert über das weitere Vorgehen. Falls die Potenzialabklärung zu einer anderen Empfehlung führt, meldet das zuständige biz oder das LBZ dies der fallführenden Stelle.

Information und Anmeldung

START! Berufsbildung

Ein neuer Weg zum anerkannten Profi der Berufsbildung

Tags: Angebot

30. Oktober 2019 / Redaktion

Eidg. Fachausweis Berufsbildungsfachfrau/Berufsbildungsfachmann

Fachleute aus der Berufsbildung können sich weiterqualifizieren: zur Berufsbildungsfachfrau oder zum Berufsbildungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis. Die von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz getragene Ausbildung ist im vergangenen Jahr neu aufgestellt worden. Jetzt gehört auch die EB Zürich zu den Anbietern – in Kooperation mit berufsbildner.ch, einem privaten Bildungsanbieter mit Sitz in Zürich.

Angesprochen sind Berufsbildungsfachleute aus Lehrbetrieben, Geschäftsstellen von Organisationen der Arbeitswelt, Berufsbildungsämtern, Lehrverbünden oder Berufsfachschulen. Sie werden in vier Modulen von je vier bis zehn Tagen für vielfältige beratende, kontrollierende und koordinierende Aufgaben befähigt. Mit dem neuen, zu einem anerkannten Abschluss führenden Bildungsgang ergänzt die EB Zürich ihr Angebot im zentralen Geschäftsfeld «Drehscheibe Berufsbildungsprofis» um ein attraktives Element.

Die EB Zürich als Kooperationspartnerin für die Privatwirtschaft

In der Zusammenarbeit mit einem privaten Anbieter beschreitet sie einen Weg, der künftig an Bedeutung gewinnen wird; Kooperation ist eines der Zauberwörter in der künftigen Berufs- und Weiterbildung, die sich auf rasch ändernde Bedürfnisse einstellen muss. Das Beispiel zeigt, dass die EB Zürich mit ihren spezifischen Stärken auch für Privatunternehmen ein attraktiver Partner ist.

Berufsbildungsfach-Frau/Mann

Kurs: Vorbereitung eidg. Fachausweis Berufsbildungsfachfrau/mann

Lehren mit digitalen Medien

Tags: Angebot

9. Oktober 2019 / Redaktion

Angebote für Bildungsprofis

Digital-Learning an der EB Zürich

Machen Sie sich fit für das digitale Zeitalter 4.0 und steigen Sie als Berufs- oder Erwachsenenbildner/in ein in das digitale Lehren.

Sie erhalten einen Überblick zu Anwendungen und wichtigen Trends. Sie lernen verschiedene digitale Werkzeuge für Ihren Unterricht kennen und probieren diese aus. Sie planen den Einsatz von digitalen Lernmaterialien für Ihre eigenen Bildungsangebote und setzen sich mit Ihrer zusätzlichen Rolle als Ausbildner/in in digital unterstützten Lernprozessen auseinander.

Unsere Kursangebote sind eine Entdeckungsreise in das Zeitalter des digitalen Lehrens. Wir begleiten Sie professionell mit viel Freude und Herzblut auf dem Weg zu Ihren neuen Kompetenzen.

Beim Trekking Gruppenprozesse direkt erleben

Tags: Angebot

8. September 2019 / Redaktion

Ende August war es wieder so weit: die Teilnehmer/innen des Modul 2 «Gruppenprozesse in Lernveranstaltungen begleiten – Trekking» des eidg. Fachausweises Ausbilder/in machten sich auf den Weg zum Alpstein, um dort zusammen mit Spezialist/innen von Planoalto Inhalte und Ziele dieses Moduls quasi am eigenen Leib zu erfahren.

Gemeinsam in der Gruppe bauten die Teilnehmer/innen ihre Unterkünfte unter Zeltplanen auf und kochten und assen gemeinsam. Bei diesen und anderen Erlebnissen stärkten sie ihre individuellen Ressourcen, beobachteten Gruppenprozesse, verglichen diese anschliessend mit Modellen und Theorien und reflektierten so ihr eigenes Lehr- und Lernverständnis.

Das nächste Modul 2 «Gruppenprozesse in Lernveranstaltungen begleiten – Trekking» findet am 22. Juni 2020 statt.

  • Die Gruppendynamischen Prozesse sind direkt erleb- und spürbar. (Tanja)

  • Life is back to basics. Kochen mit Feuer, Baden im See, schlafen im Wald. So stelle ich mir das Leben in der Steinzeit vor. (Kristina)

  • Natur pur! Gruppengefühl von Anfang an. Entschleunigung. Kein Luxus es fehlt an nichts. Komfortzone wird erweitert. (Doris)

  • Der Raum wirkt! Beeinflusst ungemein!! (Thomas)

  • Ein Feuerwerk an Ideen provoziert durch Umgebung, Gruppe und Leitung. (Evgenja)

  • Gemeinsam am Feuer zu sitzen und den Tag Revue passieren zu lassen, reden, sein. (Nadja)

  • Das wunderbare kulinarische Angebot - gemeinsam gekocht gemeinsam gegessen. (Mara)

  • Idealer Rahmen, um echte Gruppendynamik und Entwicklungsprozesse live zu erleben. (Thomas)

  • Einschlägige Situationen und Zustände müssen nicht künstlich erschaffen werden. (Evgenja)

  • Selber erleben, Theoriebezug herstellen. Der Praxistransfer ist garantiert. (Sämi)

  • Perfekte Organisation, perfekter Rahmen einmaliges Erlebnis. (Doris)

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Fitness, den eigenen Grenzen und mit dem Thema Trekking. (Nadja)

  • Wer in kürzester Zeit in spezieller Umgebung (Natur) viel lernen will, muss dabei sein. (Thomas)

  • Der Zusammenhalt und die Natur geben einem die Energie um über sich selbst hinauszuwachsen. (Evgenja)

?>