Spannende Events für Berufsfachlehrpersonen

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17. Mai 2021 / Céline Camenzind

Um den Erfahrungsaustausch unter Lehrpersonen zu fördern, organisiert der Digital Learning Hub regelmässig Events zu angesagten Themen. Dort werden nicht nur Lösungen präsentiert, sondern auch Diskussionen geführt. So profitieren die Teilnehmenden einerseits von der Expertise des DLH und andererseits von den Erfahrungen ihrer Peers.

Veranstaltungen des DLH finden bis auf Weiteres online stattVeranstaltungen des DLH finden bis auf Weiteres online statt
© Céline Camenzind

Im Kalender des DLH finden Lehrpersonen aktuelle Veranstaltungen wie Vernetzungsevents, Fachaustausche, Workshops, aber auch Spezialanlässe und externe Veranstaltungen.

Die Community des DLH schlägt jeweils relevante Themen für den Austausch vor. Ein grosser Fan dieser Erfa-Anlässe ist Daniel Flück, Projektleiter Digitalisierung und Mathematiklehrer am KV Zürich. Er ist aktives Mitglied der DLH-Community und steuert viele wertvolle Beiträge bei. «Der Austausch mit anderen Lehrpersonen war für mich schon immer sehr befruchtend und inspirierend.»

Zurzeit werden ausserdem an Spezialanlässen die verschiedenen Projekte aus dem Innovationsfonds Berufsbildung näher vorgestellt und vertieft.

Daniel Flück, Projektleiter Digitalisierung und Mathematiklehrer am KV ZürichDaniel Flück, Projektleiter Digitalisierung und Mathematiklehrer am KV Zürich
© Céline Camenzind

 

Laufbahnberatung für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene

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11. Mai 2021 / Céline Camenzind

In den Modulen von START! Berufsbildung lernen Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene, wie der Arbeitsmarkt in der Schweiz funktioniert oder wie man Bewerbungen schreibt. Vielmals fehlt jedoch ein realisierbarer Plan in die Berufswelt. Hier kommt Laufbahnberater Stefan Schumacher vom biz Urdorf ins Spiel.


Interview mit Laufbahnberater Stefan Schumacher vom biz Urdorf
© Céline Camenzind

«Die Laufbahnberatung ist eine grossartige Schnittstelle zwischen der EB Zürich und den Berufsinformations-zentren (biz)», erklärt Stefan Schumacher. Die biz führen Potenzialabklärungen durch, prüfen Kompetenzen und geben Empfehlungen ab. Während dem Kurs profitieren die Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen von den Fachkompetenzen des externen Laufbahnberaters vor Ort. Nebst seiner Berufserfahrung steht hinter ihm der gros-se Erfahrungspool seiner Mitarbeitenden, worauf er jederzeit zurückgreifen kann.

Pläne schmieden – und umsetzen

Im Kurs gibt es verschiedene Module wie Mathematik oder Deutsch, aber auch Arbeiten in der Schweiz. Letzte-res ist ein eigenständiges Modul, kommt aber in den anderen Modulen immer wieder vor. Während die Teil-nehmenden im Kurs vor allem in Gruppen arbeiten und ihre Fähigkeiten verbessern, schaut sich Stefan Schuma-cher ihre Situation individuell an und erarbeitet mit ihnen einen konkreten Plan, wie sie vorgehen sollen. Die eins-zu-eins Begegnung ist sehr wichtig, um auf die unterschiedlichen Situationen der Teilnehmenden einzuge-hen. «Hat man erst einmal einen Plan, muss man diesen natürlich auch umsetzen», so Schumacher. Das lernen die Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen wiederum im Kurs der EB Zürich. In den Modulen von START! Berufsbildung verwirklichen sie diese Pläne.

Begrenzte Ressourcen

«Es ist eine grosse Herausforderung, den Teilnehmenden ihre Situation aufzuzeigen. Zu zeigen, was es alles braucht, um in die Berufsbildung bzw. eine Lehre zu starten.» Einen Tag die Woche engagiert sich der Berater an der EB Zürich. Damit möglichst viele die Gelegenheit haben, mit ihm zu sprechen und von seiner Expertise zu profitieren, ist er immer an einem anderen Wochentag vor Ort. Doch auch so kommt der Laufbahnberater nicht dazu, mit allen zu sprechen oder die Teilnehmenden nach dem Gespräch in der Umsetzung zu begleiten. Dazu ist ein enger Austausch mit den Lehrpersonen der EB Zürich unabdingbar. Diese sind wichtige Bezugspersonen für die Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommenen und Stefan Schumacher ist darauf bedacht, möglichst viel seiner Kompetenzen mit ihnen zu teilen. So können die Lehrpersonen ihre Kursteilnehmenden auf dem manchmal langwierigen und holprigen Weg in den Schweizer Arbeitsmarkt optimal unterstützen.

 

Kontakt

Gabriela Notter
044 385 83 92
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ABU – mehr als nur Unterricht

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22. April 2021 / Jürgen Deininger

Im Oktober 2020 haben sich vierzehn Kursteilnehmende zusammen mit ihrer Dozentin Letizia Craparo Devenn auf den Weg gemacht. Ihr gemeinsames Ziel: den Berufsabschluss im Validierungsverfahren und die Allgemeinbildung nachzuholen. Nach sechs Monaten sind sie am Ende einer teils beschwerlichen Reise angelangt: Sie haben alle die ABU-Prüfung bestanden – herzlichen Glückwunsch! Den fachlichen Abschluss am Zentrum für Ausbildung im Gesundheitswesen (ZAG) werden sie im Mai machen – und sicherlich ebenfalls bestehen.

Abscchlussklasse ABU April 2021
ABU-Klasse posiert nach der erfolgreichen Präsentation ihrer Vertiefungsarbeiten, © Jürgen Deininger

Im Laufe von über 20 Kurstagen wurde aus jungen Menschen, die sich zuvor nicht gekannt hatten, eine verschworene Gruppe von Kolleginnen und Kollegen. Sie stützten und halfen sich gegenseitig, wenn es mal schwierig war, Beruf, Familie und den Unterricht unter einen Hut zu bringen. Sie kamen gerne an die EB Zürich und zu Letizia in den Unterricht, der manchen eher Freizeit als lästige Pflicht war. Einige Teilnehmende und die Dozentin erzählen aus dem ABU-Kurs.

Meinungen der Kursleiterin und der Teilnehmenden zum ABU-Kurs


Stimmen der Teilnehmenden und der Dozentin des ABU-Kurses, © Jürgen Deininger

 

Kontakt

Gabriela Notter
044 385 83 92
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Mehr Informationen zum Thema ABU finden Sie unter «Berufsabschluss für Erwachsene».

Online-Informationsanlässe für Berufs- und Erwachsenenbildner/innen

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19. April 2021 / Céline Camenzind

Online Informationsanlässe für Berufsbildner und Berufsbildnerinnen

Sind Sie interessiert an einer Weiterbildung im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung? Haben Sie Fragen zu den verschiedenen Modulen und benötigen spezifischere Auskünfte?

Die Informationsanlässe für Berufsbildner und Erwachsenenbildnerinnen können Sie bequem und ortunabhängig in Form eines Zoom-Webinars besuchen:

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Link für die Online-Teilnahme am gewünschten Webinar. Wir freuen uns auf Ihre virtuelle Teilnahme.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.
Barbara Bloch, Nur mit JavaScript, Telefon: 044 385 83 88

Grundkompetenzen erlernen in der Lernstube der Caritas Zürich

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12. April 2021 / Céline Camenzind

Anfang März hat der Zürcher Kantonsrat den grosszügigen Rahmenkredit für das Programm zur Förderung der Grundkompetenzen für die nächsten vier Jahre einstimmig bewilligt und das zu Recht: rund 140’000 Personen im Kanton Zürich bereiten Lesen, Schreiben, Rechnen oder der Umgang mit Computer und Handy Mühe, obwohl sie die Volksschule in der Schweiz abgeschlossen haben. Fehlende Grundkompetenzen führen häufig dazu, vom gesellschaftlichen Leben und der Berufswelt ausgeschlossen zu werden. Seit Anfang Jahr bietet die Lernstube Altstetten – ein neues Angebot von Caritas Zürich – Betroffenen unkomplizierten Zugang zu Bildung und Lernen.


Leiterin LernLokal Bildung, Simone Gschwend, im Interview
© Céline Camenzind

Die Lernstube der Caritas Zürich schafft für Menschen, die ihre Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen oder den Umgang mit Computer und Handy verbessern möchten, neue Lernmöglichkeiten. Dabei werden sie von Lehrpersonen, Animatoren/innen und Freiwilligen unterstützt. Klassische Kurse gibt es dort nicht. Die Teilnehmenden lernen ganz individuell nach ihren eigenen Bedürfnissen und können jederzeit ein- oder aussteigen. Ausserdem bietet Caritas Zürich zu den meisten Kursen eine kostenlose Kinderbetreuung an.

Caritas Zürich ist über ihre Beratungsstellen und Projekte in Kontakt mit Betroffenen. Sie stellt – im Auftrag des Mittelschul- und Berufsbildungsamts Kanton Zürich (MBA) – den organisatorischen Rahmen für die Lernstube zur Verfügung, während die EB Zürich die didaktische Fachexpertise mitbringt. Zum einen gestalten die Lehrpersonen der EB Zürich in der Lernstube den Unterricht. Zum anderen schult die EB Zürich das Lernstubenpersonal, das die Kursteilnehmenden berät und begleitet. „Die Anforderungen an die Lehrpersonen sind sehr anspruchsvoll“, weiss Simone Gschwend, Leiterin LernLokal Bildung und zuständig für die Lernstube von Caritas Zürich. „Die Voraussetzungen und Lerninteressen der Teilnehmenden sind oft sehr unterschiedlich. Das erfordert einen grossen Rucksack an didaktischem Knowhow. Es braucht Einfühlungsvermögen, Flexibilität, aber vor allem auch fächerübergreifendes Denken“.

Fehlende Grundkompetenzen werden von unserer Gesellschaft tabuisiert. Es braucht daher in Zukunft noch einiges an Sensibilisierungsarbeit. Doch Simone Gschwend ist zuversichtlich, dass das Thema und auch die Lernstuben in Zukunft an Bekanntheit gewinnen werden: „Aufgrund der einstimmigen Annahme des grosszügigen Rahmenkredits zur Förderung von Grundkompetenzen im Kanton Zürich blicken wir optimistisch in die Zukunft. Die Zeichen für das Lernstubenangebot stehen gut“, so Gschwend.

 

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