EB Zürich – Bildungszentrum für Erwachsene

Profilierungschance Integrationsvorlehre für Flüchtlinge

Tags: Angebot

21. November 2018 / Redaktion

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge

Neue Chance für junge Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene: Seit diesem Sommer können sie eine sogenannte Integrationsvorlehre absolvieren. Die am Projekt teilnehmenden Betriebe profitieren auf vielfältige Weise. Interessierte erfahren an zwei Infoveranstaltungen wie und weshalb.

Oft sind sie jung und ehrgeizig und wollen in diesem neuen Leben hierzulande auch beruflich etwas erreichen. Manchmal bringen sie einen guten schulischen Rucksack und vielfältige praktische Erfahrungen aus ihren Heimatländern mit. Doch wie schaffen junge Flüchtlinge hier den Sprung ins Berufsleben? Oft mangelt es dafür an Sprachkenntnissen, technischem Know-how, Branchenkenntnis, Grundlagenwissen über das Schweizerische (Bildungs-)System oder einem schulischen Abschluss. Es fehlt schlicht an den Voraussetzungen für eine Berufslehre.

Eintrittskarte in den Arbeitsmarkt

Die neue Integrationsvorlehre schliesst eine Lücke in der Schweizer Bildungslandschaft. Ihr Ziel: den Übertritt in die reguläre Lehre vorbereiten – und damit jungen Zugewanderten einen Berufsabschluss ermöglichen. Die Integrationsvorlehre (INVOL) ist eine einjährige, praxisorientierte Vorbereitung auf die Berufslehre; dafür arbeiten die Teilnehmenden einerseits in einem Vorlehrbetrieb, andererseits besuchen sie die Berufsfachschule. Seit diesem Sommer profitieren im Rahmen eines Pilotprojekts im Kanton Zürich die ersten rund 100 jungen Zugewanderten von dieser Möglichkeit.

Die EB Zürich als Vorreiterin

Die EB Zürich war an der Planung, Konzeption und Vorbereitung der INVOL massgeblich beteiligt und führt für 8 Berufsfelder den Berufsfachschulunterricht durch: 75 Integrationsvorlehrlinge lernen seit August am Standort Zürich Altstetten Deutsch, Mathematik, Branchen- und Berufskunde, ICT-Kenntnisse, Allgemeinbildung und mehr. Die ersten Erfahrungen sind durchwegs positiv. «Die Integrationsvorlehre ist sehr erfreulich angelaufen», sagt Massimo Romano, verantwortlicher Bereichsleiter an der EB Zürich; die Lernenden seien motiviert, die Zusammenarbeit mit den anderen Berufsfachschulen erweise sich als fruchtbar und das Projekt werde auch von Seiten des MBA gut unterstützt.

Chance für Betriebe

«Sehr erfreulich ist, dass so viele Lehrbetriebe rasch auf das neue Angebot eingestiegen sind», betont Romano. Der grosse Zuspruch von Seiten der Ausbildungsbetriebe sei alles andere als selbstverständlich. «Aber es handelt sich ja auch nicht um ein karitatives Projekt, sondern die teilnehmenden Betriebe erhalten einen konkreten Nutzen.»

Lehrbetriebe, die sich für die INVOL engagieren und Integrationsvorlehrplätze zur Verfügung stellen wollen, profitieren in verschiedener Hinsicht:

Kontakt: Enable JavaScript to view protected content.

Informationsveranstaltungen zur Integrationsvorlehre (INVOL) für Flüchtlinge

Über die nächsten vier Jahre sollen in der ganzen Schweiz bis zu 3600 INVOL-Plätze zur Verfügung gestellt werden. Wer sich für das Projekt, die Voraussetzungen für eine Teilnahme oder die ersten Erfahrungen interessiert, kann eine der folgenden Informationsveranstaltungen an Berufsinformationszentren (biz) besuchen:

Interessierte erhalten insbesondere Auskünfte auf folgende Fragen:

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