Integrationsvorlehre: Zwischenschritt bewährt sich

Tags: Integrationsvorlehre

23. Oktober 2020 / Jürgen Deininger

Seit zwei Jahren können Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene eine einjährige Ausbildung machen, die sie auf die Berufslehre vorbereiten soll. Die Integrationsvorlehre (Invol) startete zuerst als Pilotprojekt und wurde, auch weil sie eine Erfolgsgeschichte ist, jetzt bis 2023/2024 verlängert.

Integrationsvorlehre für Flüchtlinge
Sahro Abdi Ahmed ©Sophie Stieger / Schulblatt

Das Schulblatt des Kantons Zürich porträtiert in seiner aktuellen Ausgabe die Somalierin Sahro Abdi Ahmed, die sich mit der Invol auf eine zweijährige Lehre als Hauswirtschaftspraktikerin EBA vorbereitet hatte. Vor vier Jahren war Frau Ahmed in die Schweiz gekommen, hatte hier Asyl erhalten und Deutsch- und Integrationskurse besucht.

Während der Integrationsvorlehre arbeiten die Teilnehmer/innen dreieinhalb Tagen in den Betrieben – beteiligt sind u.a. Branchen wie Logistik, Betriebsunterhalt, Gebäudetechnik, Hauswirtschaft etc. –, eineinhalb Tage besuchen sie den Unterricht an Schulen, in Zürich zB an der Baugewerblichen Berufsschule oder der EB Zürich. An Letzterer ist Massimo Romano, Bereichsleiter «Lebenslanges Lernen» für die Invol zuständig; schon seit vier Jahren beschäftigt er sich mit ihr und hat dafür das schulische Konzept entwickelt. Dieses sei «ein Mix aus Sprach- und Fachunterricht» und diene auch dazu, dass sich Lernende «mit der Schweiz in einem breiteren Sinn auseinandersetzen», so Massimo Romano; der Erwerb von Sprachkenntnisse sei dabei in allen Fächern von Bedeutung.

Nicht nur Sahro Abdi Ahmed wünschen wir viel Erfolg bei ihrer Lehre, sondern allen anderen Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen, die schweizweit an der Integrationsvorlehre teilnehmen.