Erfolgreiche Sensibilisierung «Grundkompetenzen»

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9. September 2021 / Jürgen Deininger

Am Weltalphabetisierungstag vom 8. September machten schweizweit die verschiedensten Aktionen auf den Förderbedarf im Bereich Grundkompetenzen Erwachsener aufmerksam. Die EB Zürich zeigte Betrieben, Institutionen oder direkt Betroffenen, wie sie z.B. mit Kursen ihre Mitarbeitenden unterstützen bzw. sich selbst dafür anmelden können.

Nora Kindler-Scaltri zeigt Interessierten das Kursangebot «Lesen und Schreiben»Nora Kindler-Scaltri zeigt Interessierten das Kursangebot «Lesen und Schreiben»
© Céline Camenzind

Ein übergrosses Plakat im Eingangsbereich der EB Zürich sorgte für die nötige Aufmerksamkeit: Heute war Weltalphabetisierungstag und der Tag der Grundkompetenzen. Es war nicht zu übersehen und zeigte allen Interessierten den Weg, wo sie sich an der EB Zürich zu mangelnden Grundkompetenzen informieren bzw. beraten lassen konnten.

Verschiedene Institutionen und Betriebe, aber auch direkt Betroffene hatten im Vorfeld mit der Fachstelle «Grundkompetenzen» der EB Zürich einen Termin vereinbart. Laut Nora Kindler-Scaltri, der Leiterin der Fachstelle, standen v.a. Fragen betreffend fehlender Schreib- oder Computerkompetenz im Mittelpunkt ihrer Beratungen. Für eine zielgerichtete Standortbestimmung, war es jeweils sinnvoll den individuellen Lernstand der Kundinnen und Kunden zu eruieren. Was diese auch bereitwillig zuliessen.

Dass das Thema «Grundkompetenzen» langsam, aber sicher auch in der breiten Öffentlichkeit ankommt, zeigte dessen Präsenz in den Medien. In einem ausführlichen Beitrag berichtet das lokale TELE Z über das Problem Grundkompetenzen und zeigte, was das für Betroffene im Alltag heisst: keinen Text schreiben, keinen kleinen Artikel in einer Zeitung lesen oder im Laden nicht ausrechnen zu können, wieviel 20% Rabatt bei einem Produkt ist.

Nora Kindler-Scaltri zeigt Interessierten das Kursangebot «Lesen und Schreiben»© Céline Camenzind

Dabei sind fehlende Grundkompetenzen nicht einfach Dummheit, wie Nora Kindler-Scaltri im Interview mit TELE Z betont. Sie sind «eine Lücke, die man wirklich füllen kann, auch als Erwachsener, unabhängig vom Alter, das man hat. Der einfachste Weg ist eigentlich, wenn man eingebettet ist in einer Gruppe, in der man sich wohl fühlt, wo man das Vertrauen hat, sei es zur Kursleitung bzw zur Lehrperson, aber auch zum Team, das einen umgibt, um gemeinsam so eine Lücke zu füllen – das ist das A und O, um so was machen zu können.»

Nicht nur die EB Zürich bietet Betroffenen oder interessierten Firmen verschiedene Kurse an, auch Lernstuben in Dübendorf, Kloten, Oerlikon oder Altstetten unterstützen mit Beratungen oder niederschwelligen Kursen.