EB Zürich – Bildungszentrum für Erwachsene

Abschlussarbeiten «Die Fotografie und ich»

Tags: Abschlussarbeiten

15. Januar 2018 / Redaktion

Für ein Projekt die eigene Bildsprache finden

An 12 Kurstagen, verteilt über drei Monate, haben die Teilnehmer/innen des Kurses zusammen mit Kursleiter Michel van Grondel geknipst und an ihren fotografischen Ideen und ihrer eigenen Bildsprache gefeilt. Was dabei herausgekommen ist, zeigen die folgenden Abschlussarbeiten.

«ROSABLAU»
Anita Vonderlinn
ROSABLAU von Anita Vonderlinn
ROSABLAU von Anita Vonderlinn
ROSABLAU von Anita Vonderlinn

Die Idee zu diesem Projekt ergab sich durch die Models für eine der Aufgaben. Es meldeten sich zwei Mütter, von denen die eine drei Mädchen und die andere drei Jungs hatte. Da ich mich durch unsere eigene Familiensituation vermehrt mit dem Thema Gender auseinander setze, wollte ich einen Einblick gewinnen in «Nature vs. Nurture». In meinem direkten Umfeld wird nicht so viel Unterschied zwischen Jungen und Mädchen gemacht. Ist es also tatsächlich so, dass der Einfluss der Eltern keine Rolle spielt und die Mädchen «von ganz alleine» auf den Rosa-Zug aufspringen? Oder gibt es doch einen Einfluss von den Eltern her?

«Schnittmenge»
Tobias Rosenberger
Schnittmenge von Tobias Rosenberger
Schnittmenge von Tobias Rosenberger
Schnittmenge von Tobias Rosenberger

Die Idee der Kursaufgabe war, Fotografie als direktes Kommunikationsmittel, als Transportmittel von persönlichen Beobachtungen einzusetzen. Während des halbjährigen Kurses war die Kamera mein ständiger Begleiter. Ich habe die Bilder meines Alltags festgehalten und dabei neue und ungewohnte Blickwinkel gesucht und gefunden. Mich faszinierten dabei spezielle Lichtsituationen, Konstellationen von Linien, Ecken, Kanten und Flächen. Um von den losen Einzelbildern wegzukommen, kombinierte ich jeweils zwei Fotos an ihren Schnittflächen zu neuen komplexen, erstaunlichen und witzigen Bildern. Die Arbeit und der Kurs haben meine Wahrnehmung von Bildern meiner Umwelt nachhaltig verändert.

«Schleichjagd durch Oerlikon»
Peter Ritschard
Schleichjagd durch Oerlikon von Peter Ritschard
Schleichjagd durch Oerlikon von Peter Ritschard
Schleichjagd durch Oerlikon von Peter Ritschard

Sieht etwas am Morgen anders aus als am Abend? Sehe ich am Morgen andere Sachen als am Abend? Und was, wenn ich meine Kamera dabei habe und versuche, dies fotografisch festzuhalten? Ich habe also immer wieder die gleiche Wegstrecke durch Oerlikon fotografierend zurückgelegt. Es war faszinierend, die Dinge immer wieder neu zu sehen und dadurch immer wieder neue Standorte für die Kamera zu entdecken. Bei den Bildbesprechungen im Kurs wurden meine Bilder analysiert und kritisch hinterfragt: Welches Bild ist gut? Und warum genau? Mit diesen neuen Inputs zu meinen Bildern habe ich weitergearbeitet und meinen Blick durch die Kamera und den auf das Quartier kontinuierlich verändert und verbessert.

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