Sven Kohler: Die EB Zürich richtet sich neu aus!

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4. November 2019 / Redaktion

Die EB Zürich wandelt sich von der Kursanbieterin von Weiterbildung zur Dienstleisterin für die Berufsbildung. Rektor Sven Kohler erläutert, wie und warum der Umbau erfolgt.

Start! Berufsbildung

Was ist der Grund für die Neuausrichtung der EB Zürich?

Es gibt mehrere Gründe. Einerseits steht die Berufsbildung vor grossen Herausforderungen, sich den radikalen Änderungen in Arbeitsmarkt und Gesellschaft anzupassen. Es gilt, adäquate Antworten auf Megatrends wie die Digitalisierung und zunehmende berufliche Mobilität und Flexibilität zu finden. Kurz: Die Arbeitswelt 4.0 braucht eine Berufsbildung 4.0!

Andererseits haben sich für uns als kantonale Berufsfachschule die Rahmenbedingungen mit dem Weiterbildungsgesetz so verändert, dass wir in Kombination mit den kantonalen Vorgaben in unserem angestammten Kerngeschäft des Kurswesens nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Der digitale Wandel verändert nicht zuletzt auch die Weiterbildung selbst. Wir gehen von einer vermehrten Verlagerung letzterer in die Betriebe, wo ganze Lern-Ökosysteme entstehen, aus.

Wie sieht die neue Strategie nun konkret aus?

Wir werden uns auf Nischen in der Berufsbildung konzentrieren und diese durch vier neue Geschäftsfelder erschliessen (siehe unten). Diese sind mit zentralen bildungspolitischen Zielen und der verbundpartnerschaftlichen Initiative Berufsbildung 2030 abgestimmt. Dabei stehen Entwicklungen im Vordergrund wie bspw. im digitalen Bereich mit dem «Digital Learning Hub», welchen wir im Auftrag des Kantons entwickeln.

«Wir werden uns auf Nischen in der Berufsbildung konzentrieren und diese durch vier neue Geschäftsfelder erschliessen.»

In einem weiteren Feld widmen wir uns im Zusammenhang mit dem Fachkräftemangel der Optimierung des vorhandenen Arbeitspotenzials; hier stehen Integration, Nachholbildung und Umschulungen im Mittelpunkt. Dann werden wir Angebote im Bereich der Grundkompetenzen als Voraussetzungen für das lebenslange Lernen schaffen. Nicht zuletzt werden wir uns weiterhin in der Ausbildung der Berufsbildungsverantwortlichen und der Vernetzung der drei Lernorte engagieren.

Was bedeutet das in Bezug auf die Kundschaft?

Gerade bei Entwicklungsprojekten rücken Betriebe, Organisationen der Arbeitswelt aber auch Berufsfachschulen als Kunden in den Vordergrund (sog. «Business to Business»). Selbstverständlich werden wir auch im Rahmen solcher Projekte weiterhin ausbilden und unterrichten, so wie dies eine Schule tut.

Zudem werden wir vermehrt Kooperationen eingehen: Wir wollen intensiv mit anderen Schulen, Ämtern, Betrieben etc. zusammenarbeiten, um bestmögliche Resultate zu erzielen. Die Zeiten singulärer Leistungen von Unternehmen, auch Schulen, sind definitiv vorbei. Nicht mehr Teil der neuen Strategie ist das Kurswesen in der Weiterbildung, aus welchem wir uns grossmehrheitlich zurückziehen werden.

«Die Innovationskraft war schon immer eine Stärke der EB Zürich. Bei der Agilität und Kundenorientierung können und müssen wir uns noch stark verbessern.»

Wie erfolgt der Rückzug aus dem Kurswesen?

Der Rückzug aus dem Kurswesen erfolgt geordnet über die nächsten eineinhalb Jahre mit einem letzten Programm. Kurse und Lehrgänge werden bis dahin weiter angeboten und können ordnungsgemäss abgeschlossen werden.

Das heisst, es wird auch zu einem Stellenabbau kommen?

Das ist richtig. Der Rückzug aus dem Kurswesen geht mit einem Stellenabbau einher. Ein Sozialplan befindet sich in Vorbereitung und wird vom Amt zusammen mit den Sozialpartnern erarbeitet.

Wer war in die Strategieentwicklung involviert, und wie lief der Prozess ab?

Die EB Zürich war im Lead und hat die Neuausrichtung inhaltlich erarbeitet. Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) hat den Prozess eng begleitet und war gleichzeitig mit dem Amtschef im Steuerungsausschuss vertreten, zusammen mit Mitgliedern der Schulkommission. Die Bildungsdirektion hat sodann den finalen Businessplan verabschiedet.

«Die Arbeitswelt 4.0 braucht eine Berufsbildung 4.0.»

Wo sehen Sie die organisatorischen Anforderungen an die EB Zürich, damit die neue Strategie erfolgreich umgesetzt werden kann?

An erster Stelle steht sicher die Innovationsfähigkeit. Wir müssen die Kreativität und die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der EB Zürich und darüber hinaus fördern. Bspw. haben wir hierfür neu Co-Working Spaces geschaffen. Wir müssen uns aber auch intensiv mit Kreativitätstechniken, Design Thinking etc. auseinandersetzen. Zweitens müssen wir unsere Organisation agil und flexibel gestalten.

Das bedeutet, dass wir nicht in Hierarchien denken, sondern Mitarbeitende und Teams, die gestalten, möglichst optimal unterstützen, beispielsweise durch dezentrale Entscheidungsmöglichkeiten. Drittens benötigen wir eine ausgeprägte Kundenorientierung. Wir müssen genau verstehen, was die Bedürfnisse unserer Kunden sind und diese direkt in Entwicklungsprozesse miteinbeziehen.

Die Innovationskraft war schon immer eine Stärke der EB Zürich. Bei der Agilität und der Kundenorientierung können und müssen wir uns noch stark verbessern.

Sie sind nun seit einem Jahr als Rektor im Amt. Eine erste Bilanz?

Es stimmt mich sehr positiv, wie wir in guter Abstimmung mit den Entscheidungsträgern – der Bildungsdirektion, dem MBA, der Schulkommission – die Neuausrichtung vollziehen konnten. Ich freue mich auch ganz persönlich über das grosse Commitment und Engagement vieler Mitarbeitenden. Es ist eine Freude mit diesem Team zu arbeiten.

Ein Digital Learning Hub für Zürich

Tags: Angebot

1. November 2019 / Redaktion

Wie befördert man das Lernen und Lehren ins digitale Zeitalter? Indem man eine physische und gleichzeitig digitale Plattform schafft, wo sich Pioniere, Expertinnen und Interessierte treffen und schulübergreifend vernetzen können. Anfang Oktober ist der «Digital Learning Hub Sek II» gestartet; entwickelt haben ihn KME und EB Zürich gemeinsam.

Digital Learning Hub

Medien und Politik werfen immer wieder die Frage auf: Sind die Mittel- und Berufsschulen ausreichend auf den digitalen Wandel vorbereitet? Und vor allem: Bereiten sie auch die Schülerinnen und Schüler genügend auf eine Berufs- und Forschungswelt vor, in welcher der Einsatz und die Weiterentwicklung digitaler Technologien zum Alltag gehören werden? Die Antwort ist: Es kommt darauf an, auf die Schule, die Lehrerin, den Lerncoach, das Fach, das Projekt.

Digitales Lehren beschränkt sich nicht auf die Ausgabegeräte

Manchmal besteht die Digitalisierung gerade mal im Ersatz der Tafel durch einen Beamer, der Visualizer tritt an die Stelle des Hellraumprojektors. Andernorts wird im Fremdsprachenunterricht mit maschinellen Übersetzungstools getüftelt, im Fach Geografie kommen geografische Informationssysteme (GIS) zum Einsatz. Oft sind es die Lehrpersonen, die Innovationen im digitalen Bereich anstossen müssen. Dafür benötigen sie Zeit und Unterstützung. Die ist nicht immer vorhanden, und das könnte der Grund sein, weshalb viele Zürcher Schulen erst auf der Stufe 1 des digitalen Umbaus stehen: Neue Geräte ersetzen die alten.

Gemeinsam Schwung ins digitale Lernen bringen

Support bietet den Lehrkräften ab sofort der «Digital Learning Hub Sek II» (DLH). Die Vision dahinter: Der DLH dient als Schwungrad und Drehscheibe der Mittelschulen und Berufsfachschulen im Kanton Zürich für das Lehren und Lernen im digitalen Raum. Mit dem Ziel, digital-affine Lehrpersonen über die Schulgrenzen hinaus zusammenzubringen. «Unter dem Motto ‹konsequent vernetzt› möchten wir die Berufsfachschul- und Mittelschullehrpersonen untereinander vernetzen», schreiben die beiden Initianten und Projektverantwortlichen Christian Flury (EB Zürich) und André Dinter (KME).

Vorzeigeideen fördern und verbreiten

Der DLH ist mit dem Anspruch lanciert worden, das didaktisch-methodische Handlungsrepertoire der Lehrpersonen mittels digitaler Tools zu erweitern. «Ganz konkret, ganz nah am Unterricht», sagt André Dinter. Diese Mission sei erreicht, wenn die Lehrperson «ein digitales Unterrichtsvorhaben erfolgreich planen, umsetzen und evaluieren könne». Einige der vom Innovationsfonds der Mittelschulen ausgewählten und geförderten Projekte wiesen beispielhaft in die richtige Richtung. Indem er solche Vorzeigeprojekte bekannt macht, verfolgt der DLH ein weiteres wichtiges Ziel: die Vielfalt an Ideen zu verbreiten und weiter zu fördern.

Persönlich begleiten und unterstützen

Um das zu erreichen, ist der DLH auch eine moderne, digitale Kollaborationsplattform, auf welcher digital-affine Lehrpersonen und Entwicklungsverantwortliche miteinander kommunizieren und Ideen austauschen können. «Unsere Aufgabe ist es aber auch, sie zu begleiten und zu unterstützen», sagt Christian Flury. Als direkte Ansprechpartner konnten zwei Lehrpersonen gewonnen werden: Katarina Gromova von der KZO kümmert sich um die Mittelschulen und Christian Hirt von der EB Zürich um die Berufsfachschulen. Sie werden im November ihre Tätigkeit aufnehmen.

Ein Workshop zum Auftakt

In einem ersten Schritt geht es nun darum, Gemeinsamkeiten zu finden und zu erfahren, wer sich mit welchen digitalen Lehrmethoden und Umsetzungen auseinandersetzt. Eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen bietet sich am «Digital Learning Vernetzungsworkshop»: Er findet am 28. November von 14 bis 17 Uhr in der Aula des Bildungszentrums für Erwachsene (BiZE) im Zürcher Seefeld statt. «Dazu werden 2 bis 3 Personen aus jeder Schule persönlich angesprochen», sagt Christian Flury. Eingeladen sind aber alle Interessierten: Die Initianten freuen sich, wenn digital-affine Lehrpersonen und interessierte Schulleitungsmitglieder oder Verantwortliche der ICT-Entwicklungsteams teilnehmen können. Und so die Chance nutzen, sich über den Stand digitaler Projekte zu informieren und auszutauschen.

Anmeldung zum Workshop

Vernetzungsworkshop
Anmeldeschluss: Donnerstag, 7. November 2019

Digitale Pionierarbeit an Schulen auszeichnen

Zwei Innovationsfonds fördern innovative, digital gestützte Unterrichtsprojekte. Indem sie eingereichte Projekte unterstützen, prämieren und bekannt machen, tragen sie zur praxisnahen Umsetzung der Digitalisierung an den Mittel- und Berufsfachschulen des Kantons Zürich bei.

Der Innovationsfonds der Mittelschulen (betrieben durch HSGYM – Schnittstelle Hochschule und Gymnasium) hat erstmals im Juli 2019 Förderbeiträge für eine kleine Anzahl Projekte ausgesprochen. Dabei werden Lehrpersonen für die Ausarbeitung von innovativen Unterrichtsprojekten in Form von finanzierten Unterrichtsstunden entlastet. Geförderte Projekte sollen später allen Lehrpersonen des Kantons Zürich zur Verfügung gestellt werden. Mehr zu den 2019 ausgezeichneten Projekten finden Sie unter www.hsgym.ch (Schnittstelle Hochschule und Gymnasium).

Sinnvolle Projekte erhalten Support

In den Jahren 2020 und 2021 werden weitere Projekte in einem Gesamtvolumen von 100 Jahresstunden gefördert. Bereits im September ist die zweite Tranche an Projekten eingereicht worden; die Auswahl der auszuzeichnenden Projekte erfolgt bis im März 2020. Weiterreichenden Support kann der «Digital Learning Hub» (DLH) beisteuern. Christian Flury von der EB Zürich: «Beim DLH unterstützen wir alle sinnvollen Projekte, darunter auch solche, die keine Fördermittel beanspruchen wollen.»

Innovation in der digitalen Vermittlung für Berufslernende

Im Frühlingssemester 2020 startet auch der Innovationsfonds der Berufsbildung; dann können sich auch Berufsfachschulen um Förderstunden für Projekte bewerben. Ausgezeichnet werden ebenfalls Projekte von Lehrpersonen der Berufsbildung mit innovativen didaktisch-methodischen Settings, die das Beste aus zwei Welten, der digitalen und der realen, zusammenführen. Das Ziel soll auch hier sein: Ganz nah bei den Lehrpersonen und damit letztlich auch bei den Berufslernenden.

START! Berufsbildung – neues Kursangebot für Integrationsförderung

Tags: Angebot

1. November 2019 / Redaktion

Der Kanton Zürich baut mit dem neuen Angebot START! Berufsbildung die Integrationsförderung aus. Joy Kramer von der kantonalen Fachstelle Integration erläutert, weshalb es dieses zusätzliche Integrationsangebot für vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge braucht und wie es funktioniert. Die EB Zürich bietet dieses Angebot im Rahmen der Integrationsagenda des Kantons Zürich ab Januar 2020 an.

Start! Berufsbildung

Welche Rolle spielt das Angebot in der Strategie von Bund und Kanton?

Bund und Kantone waren sich mit der Integrationsagenda einig, dass es zentral ist, stärker in die Bildung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu investieren. Das neue Angebot START! Berufsbildung ist Teil der spezifischen Integrationsförderung und bereitet vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge auf die Anforderungen und Angebote der Berufsbildung vor. Gerade geflüchtete Personen haben mehrheitlich einen höheren Integrationsförderbedarf als andere zuziehende Personen. Dies hat mit den Umständen vor, während und nach der Flucht zu tun.

Start! Berufsbildung

Häufig sind langjährige Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsunterbrüche damit verbunden. Aus diesem Grund müssen sie sich neben Deutschkenntnissen auch weitere Grundkompetenzen aneignen und brauchen für die Abklärung ihres Förderbedarfs individuelle Begleitung. Diese sogenannten Potenzialabklärungen, die mit der Integrationsagenda intensiviert werden können, sind das Kernstück der neuen gemeinsamen Förderstrategie von Bund, Kanton und Gemeinden.

«Das Ziel ist eine berufliche Grundbildung anstelle eines direkten Einstiegs in den Arbeitsmarkt.»

Ziel ist, dass das Angebot die bisherige Angebotslandschaft gut ergänzt, der Integrationsprozess früher und gezielt einsetzen kann und wenn immer möglich, eine berufliche Grundbildung dem direkten Einstieg in den Arbeitsmarkt vorgezogen wird – ganz im Sinne der Integrationsagenda des Kantons Zürich. Das Angebot entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Jugend und Berufsberatung, dem MBA und der kantonalen Fachstelle Integration.

Zielpublikum: Für welche Zielgruppe ist der neue Integrationsweg gedacht?

Das Angebot ist in erster Linie für vorläufig aufgenommene Personen und Flüchtlinge ab 16 Jahren gedacht, die den Einstieg in eine berufliche Grundbildung anstreben, steht aber auch Personen bis 40 Jahre offen. Die Teilnehmenden haben die Alphabetisierung im lateinischen Alphabet abgeschlossen und in ihrem Herkunftsland mindestens die Grundschule besucht.

Start! Berufsbildung

Wer profitiert von START! Berufsbildung?

Die Geflüchteten haben mit dem Bildungsangebot die Möglichkeit, sich bedarfsgerecht auf die Anforderungen der Berufsbildung vorzubereiten. Dies beinhaltet eine Begleitung im Laufbahnprozess, welche die berufliche Integration unterstützt und gemeinsam mit der teilnehmenden Person eine Planung für den Bildungsweg erarbeitet. Den geflüchteten Personen wird damit ermöglicht, stärker ihre individuellen Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen und zu entwickeln, mit dem Ziel, rascher gesellschaftlich und wirtschaftlich teilhaben zu können. Davon profitieren letztlich alle.

Wie ist der Ablauf? Welche Stellen sind involviert?

Die fallführenden Stellen der kantonalen Asyl- und Flüchtlingsstrukturen und der Gemeinden melden die interessierten Personen direkt bei den zuständigen regionalen Berufsinformationszentren (biz) respektive beim Laufbahnzentrum der Stadt Zürich (LBZ) für eine Potenzialabklärung an. Erfüllt die Person die Anforderungen, leitet das biz oder das LBZ die Anmeldung für das Angebot START! Berufsbildung direkt an die EB Zürich weiter. Letztere nimmt sowohl mit der fallführenden Stelle als auch mit der teilnehmenden Person Kontakt auf und informiert über das weitere Vorgehen. Falls die Potenzialabklärung zu einer anderen Empfehlung führt, meldet das zuständige biz oder das LBZ dies der fallführenden Stelle.

Information und Anmeldung

START! Berufsbildung

Ein neuer Weg zum anerkannten Profi der Berufsbildung

Tags: Angebot

30. Oktober 2019 / Redaktion

Eidg. Fachausweis Berufsbildungsfachfrau/Berufsbildungsfachmann

Fachleute aus der Berufsbildung können sich weiterqualifizieren: zur Berufsbildungsfachfrau oder zum Berufsbildungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis. Die von der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz getragene Ausbildung ist im vergangenen Jahr neu aufgestellt worden. Jetzt gehört auch die EB Zürich zu den Anbietern – in Kooperation mit berufsbildner.ch, einem privaten Bildungsanbieter mit Sitz in Zürich.

Angesprochen sind Berufsbildungsfachleute aus Lehrbetrieben, Geschäftsstellen von Organisationen der Arbeitswelt, Berufsbildungsämtern, Lehrverbünden oder Berufsfachschulen. Sie werden in vier Modulen von je vier bis zehn Tagen für vielfältige beratende, kontrollierende und koordinierende Aufgaben befähigt. Mit dem neuen, zu einem anerkannten Abschluss führenden Bildungsgang ergänzt die EB Zürich ihr Angebot im zentralen Geschäftsfeld «Drehscheibe Berufsbildungsprofis» um ein attraktives Element.

Die EB Zürich als Kooperationspartnerin für die Privatwirtschaft

In der Zusammenarbeit mit einem privaten Anbieter beschreitet sie einen Weg, der künftig an Bedeutung gewinnen wird; Kooperation ist eines der Zauberwörter in der künftigen Berufs- und Weiterbildung, die sich auf rasch ändernde Bedürfnisse einstellen muss. Das Beispiel zeigt, dass die EB Zürich mit ihren spezifischen Stärken auch für Privatunternehmen ein attraktiver Partner ist.

Berufsbildungsfach-Frau/Mann

Kurs: Vorbereitung eidg. Fachausweis Berufsbildungsfachfrau/mann

«Eine wichtige Rolle im System»

Tags: Inside

29. Oktober 2019 / Redaktion

Niklaus Schatzmann, Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes

Die EB Zürich gehört organisatorisch zu den Berufsfachschulen des Kantons. Niklaus Schatzmann, Amtschef des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes, hat den Umbau begleitet.

Herr Schatzmann, Sie waren im Steuerungsausschuss des Projektes zur Neuausrichtung der EB Zürich. Wie haben Sie persönlich den Strategieprozess erlebt?

Ich bin beeindruckt vom Prozess und den erzielten Ergebnissen. Der Prozess hat sich vor meiner Zeit als Amtschef bereits über Jahre hingezogen. Der Markt für Weiterbildungen ist aufgrund externer Einflussfaktoren erodiert. Die EB Zürich war aufgrund von Wettbewerbsfaktoren, die sie selber nicht beeinflussen konnte, kaum mehr konkurrenzfähig und musste radikal neu ausgerichtet werden. Diese Notwendigkeit wurde von der Führung der EB Zürich erkannt. Der Prozess hat unter der neuen Leitung der EB Zürich deutlich an Fahrt aufgenommen und war geprägt von einer engen und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen der Bildungsdirektion bzw. dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt und der EB Zürich.

Wie ist die Neupositionierung der EB Zürich im Kontext des Zürcher Berufsbildungssystems und des sich in Vernehmlassung befindenden Projektes zu den Kompetenzzentren zu betrachten?

Vom Projekt Kompetenzzentren ist die EB Zürich nur am Rande betroffen, da es um die Berufszuteilung in der Grundbildung geht. In Zukunft wird die EB Zürich jedoch im Berufsbildungssystem des Kantons Zürich eine gewichtige Rolle einnehmen, beispielsweise als Drehscheibe im Bereich der Digitalisierung als «Digital Learning Hub» oder im Bereich Nachholbildung und Grundkompetenzen. Die EB Zürich übernimmt damit Aufgaben, die für das Gesamtsystem wichtig sind, aber an einer «klassischen» Berufsfachschule fehlplatziert wären.

In welchen Bereichen sehen Sie künftig mögliche Aufträge des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes an die EB Zürich?

Wie erwähnt betrifft das insbesondere die Bereiche Grundkompetenzen, Berufsbildung 4.0 (z. B. «Digital Learning Hub») und Berufsabschluss und Berufswechsel mit den Themen Umschulung, Nachholbildung und Integrationsvorlehre.

Sie waren langjähriger Rektor eines Gymnasiums. Welche Bedeutung hat für Sie die Berufsbildung ganz allgemein?

Für mich ist die Berufsbildung relativ neu, aber auch sehr interessant. Auch wenn die Medien manchmal ein anderes Bild suggerieren: Im Kanton Zürich machen fast 80 Prozent der Jugendlichen eine Berufslehre. Zur Bedeutung der Berufsbildung muss ich aus dieser Perspektive also nicht viel mehr sagen. Ich bin zwar bereits zwei Jahre im Amt, aber nach wie vor beeindruckt von der Vielfältigkeit der Thematik und insbesondere von der Dynamik und der Kraft der Entwicklung, die in diesem System vorhanden sind.

«Die EB Zürich übernimmt Aufgaben, die für das Gesamtsystem wichtig sind, aber an einer «klassischen» Berufsfachschule fehlplatziert wären.»

Entwicklungen dauern zwar ihre Zeit, doch werden sie angepackt. Und alle Akteure sind sich bewusst, dass es eine Zusammenarbeit zwischen den Schulen, den Betrieben, der Wirtschaft, dem Bund, den Organisationen der Arbeitswelt und der Verwaltung braucht. Diese Zusammenarbeit ist nicht immer so effizient, wie sie sein könnte und sein müsste. Manchmal gibt es auch Rückschläge und Schlaufen, die durchlaufen werden müssen.

Und bisweilen geraten jene, um die es geht, nämlich die jungen und manchmal auch schon älteren Menschen, welche eine optimale Bildung erhalten sollen, vor lauter Zahlen und Paragraphen fast etwas vergessen. Der Wille und die Energie, sie im Fokus zu behalten, gleichzeitig nach vorne zu blicken, Neues zu schaffen und das System weiterzuentwickeln, sind jedoch in meiner Wahrnehmung überall vorhanden. Das ist nicht nur extrem spannend, ich bin auch froh und dankbar, dass ich meinen Teil zu diesem schweizerischen Erfolgsmodell der Berufsbildung beitragen darf.

«Morgen-Gipfel» bringt Berufsbildungsprofis zusammen

Tags: Veranstaltungen

24. Oktober 2019 / Redaktion

Morgen-Gipfel Berufsbildungsprofis an der EB Zürich

Umgang mit Störungsbildern bei Lernenden

«Der Betreuungsaufwand für unsere Lernenden steigt». Diese Aussage von Berufsbildungsverantwortlichen macht hellhörig und hat das Team Berufsbildung der EB Zürich, Gabrielle Leisi, Barbara Kaiser und Kari Wüest-Schöpfer, dazu bewogen, das Thema am diesjährigen «Morgen-Gipfel für Berufsbildungsprofis» aufzugreifen.

Diverse Störungsbilder wie ADHS, Formen aus dem Autismus-Spektrum und weitere Auffälligkeiten in verschiedenen Ausprägungen können einen grossen Einfluss auf das Verhalten der Lernenden in der Ausbildung haben. Wie können Berufs- und Praxisbildner/innen diese Lernenden in der Begleitung stärken? Und wo sind die Grenzen vom Aufwand her? Um diese Fragen zu diskutieren, haben sich am 6. November 2019 Leitende Berufsbildung aller drei Lernorte zum «Morgen-Gipfel» an der EB Zürich getroffen.

In einem Kurzinput führten Rebekka Pfister und Sophie Scheurer, Kursleiterinnen und von ihrer Ausbildung und Tätigkeit her Expertinnen in das Thema «Störungsbilder bei Lernenden» ein. Ihr Fokus lag dabei auf der Abgrenzung der Begriffe «psychisch gesund» und «psychisch krank» und vor allem den praktischen Unterstützungsmöglichkeiten, welche den Berufsbildnerinnen und Berufsbildner zur Verfügung stehen. Es zeigte sich, dass bereits einfach umzusetzende, kleine Massnahmen eine positive Wirkung haben und den Ausbildungsalltag für alle Beteiligten stark erleichtern können.

Die anschliessende angeregte und engagierte Diskussion nutzten die Anwesenden, um Fragen einzubringen und ihre eigenen Erfahrungen mit Störungsbildern bei Lernenden auszutauschen.

Das Format des anderthalbstündigen «Morgen-Gipfels» zu aktuellen Themen und Fragestellungen aus der Berufsbildung – und vor allem zur Vernetzung der Berufsbildungsprofis – stösst bei allen Beteiligten auf reges Interesse.

Nächste Durchführung: Montag, 16. März 2020

Wir freuen uns, den Anlass zum Thema «Umgang mit Störungsbildern bei Lernenden» im März 2020 ein weiteres Mal durchzuführen.Interessierte Berufsbildungsverantwortliche melden sich bitte bei Barbara Kaiser,

Drehscheibe BerufsbildungsPROFIS

Berufsbildungsprofis an der EB Zürich Morgen-Gipfel

Lehren mit digitalen Medien

Tags: Angebot

9. Oktober 2019 / Redaktion

Angebote für Bildungsprofis

Digital-Learning an der EB Zürich

Machen Sie sich fit für das digitale Zeitalter 4.0 und steigen Sie als Berufs- oder Erwachsenenbildner/in ein in das digitale Lehren.

Sie erhalten einen Überblick zu Anwendungen und wichtigen Trends. Sie lernen verschiedene digitale Werkzeuge für Ihren Unterricht kennen und probieren diese aus. Sie planen den Einsatz von digitalen Lernmaterialien für Ihre eigenen Bildungsangebote und setzen sich mit Ihrer zusätzlichen Rolle als Ausbildner/in in digital unterstützten Lernprozessen auseinander.

Unsere Kursangebote sind eine Entdeckungsreise in das Zeitalter des digitalen Lehrens. Wir begleiten Sie professionell mit viel Freude und Herzblut auf dem Weg zu Ihren neuen Kompetenzen.

Beim Trekking Gruppenprozesse direkt erleben

Tags: Angebot

8. September 2019 / Redaktion

Ende August war es wieder so weit: die Teilnehmer/innen des Modul 2 «Gruppenprozesse in Lernveranstaltungen begleiten – Trekking» des eidg. Fachausweises Ausbilder/in machten sich auf den Weg zum Alpstein, um dort zusammen mit Spezialist/innen von Planoalto Inhalte und Ziele dieses Moduls quasi am eigenen Leib zu erfahren.

Gemeinsam in der Gruppe bauten die Teilnehmer/innen ihre Unterkünfte unter Zeltplanen auf und kochten und assen gemeinsam. Bei diesen und anderen Erlebnissen stärkten sie ihre individuellen Ressourcen, beobachteten Gruppenprozesse, verglichen diese anschliessend mit Modellen und Theorien und reflektierten so ihr eigenes Lehr- und Lernverständnis.

Das nächste Modul 2 «Gruppenprozesse in Lernveranstaltungen begleiten – Trekking» findet am 22. Juni 2020 statt.

  • Die Gruppendynamischen Prozesse sind direkt erleb- und spürbar. (Tanja)

  • Life is back to basics. Kochen mit Feuer, Baden im See, schlafen im Wald. So stelle ich mir das Leben in der Steinzeit vor. (Kristina)

  • Natur pur! Gruppengefühl von Anfang an. Entschleunigung. Kein Luxus es fehlt an nichts. Komfortzone wird erweitert. (Doris)

  • Der Raum wirkt! Beeinflusst ungemein!! (Thomas)

  • Ein Feuerwerk an Ideen provoziert durch Umgebung, Gruppe und Leitung. (Evgenja)

  • Gemeinsam am Feuer zu sitzen und den Tag Revue passieren zu lassen, reden, sein. (Nadja)

  • Das wunderbare kulinarische Angebot - gemeinsam gekocht gemeinsam gegessen. (Mara)

  • Idealer Rahmen, um echte Gruppendynamik und Entwicklungsprozesse live zu erleben. (Thomas)

  • Einschlägige Situationen und Zustände müssen nicht künstlich erschaffen werden. (Evgenja)

  • Selber erleben, Theoriebezug herstellen. Der Praxistransfer ist garantiert. (Sämi)

  • Perfekte Organisation, perfekter Rahmen einmaliges Erlebnis. (Doris)

  • Auseinandersetzung mit der eigenen Fitness, den eigenen Grenzen und mit dem Thema Trekking. (Nadja)

  • Wer in kürzester Zeit in spezieller Umgebung (Natur) viel lernen will, muss dabei sein. (Thomas)

  • Der Zusammenhalt und die Natur geben einem die Energie um über sich selbst hinauszuwachsen. (Evgenja)

Informationsanlass Ausbilden in der Berufs- und Erwachsenenbildung

Tags: AngebotVeranstaltungen

1. September 2019 / Redaktion

Informationsanlass Berufs- und Erwachsenenbildung EB Zürich

Mittwoch, 25. März 2020, 18.00 bis 19.30 Uhr

Planen Sie, Ihre Kompetenzen im Bereich der Berufs- und Erwachsenenbildung zu vertiefen und sich weiterzubilden?

Am Informationsanlass können sich Interessierte über die von ihnen gewünschte Weiterbildung informieren und mit den Leiterinnen und Leitern von Bildungsgängen z.B. Fragen zu Inhalt, Aufbau oder Abschlüssen klären. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Angebot ansehen

Erste Absolventinnen und Absolventen schliessen Integrationsvorlehre erfolgreich ab

Tags: Integrationsvorlehre

13. August 2019 / Redaktion

Nach dem richtungsweisenden Vorprojekt «Integrationsvorlehre Logistik» haben im Kanton Zürich 94 anerkannte Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen im Schuljahr 18/19 eine Integrationsvorlehre absolviert.

Integrationsvorlehre

Am 23. August erhalten die 68 erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen an der EB Zürich ihren Kompetenznachweis – ein Grossteil von ihnen hat bereits eine Lehrstelle in Aussicht.

Mit der besseren Arbeitsintegration von anerkannten Flüchtlingen und vorläufig aufgenommenen Personen soll das Potenzial an Arbeitskräften besser ausgeschöpft und das Risiko der Sozialabhängigkeit gesenkt werden. Es ist den 18 vom Bund beauftragten Kantonen überlassen, wie sie die Integrationsvorlehre gestalten. Das Zürcher Modell steht unter der Leitung des Mittelschul- und Berufsbildungsamtes und wurde in Zusammenarbeit mit der kantonalen Berufsschule für Weiterbildung des Kantons Zürich – EB Zürich – sowie mit weiteren kantonalen Berufsschulen, Berufsverbänden und Unternehmen entwickelt und nun erstmals durchgeführt.

Integrationsvorlehre

«Diese Menschen bringen viel mit»

Die EB Zürich hatte bereits im Vorprojekt «Integrationsvorlehre Logistik» federführend mitgewirkt. Massimo Romano, Leiter Arbeitswelt an der EB Zürich, zeigt sich erfreut über den Erfolg: «Nach den positiven Erfahrungen im Vorprojekt sind wir auch mit der ersten offiziellen Durchführung sehr zufrieden. Die Integrationsvorlehre basiert auf der Grundphilosophie ‹Lernen im Kontext› und orientiert sich an den Ressourcen der Teilnehmenden, nicht an ihren Defiziten. Diese Menschen haben sich in vielen Situationen durchs Leben geschlagen, die weitaus schwieriger sind, als sie in einem geordneten Schulbetrieb je vorkommen. Damit sie hier bei uns den Anschluss schaffen, orientieren wir uns an ihren Stärken.»

In Zürich setzt man auf das duale Modell

Bei der Integrationsvorlehre handelt es sich um ein Brückenangebot zur Berufsbildung. Damit soll den Interessierten der branchenspezifische Einstieg in verschiedene Berufsfelder ermöglicht werden: Detailhandel, Logistik, Gastronomie, Gartenbau, Gebäudetechnik, Betriebsunterhalt, Gleisbau, Automobilbranche und Gebäudereinigung. Die einjährige Vorlehre ist dual aufgebaut. Die Teilnehmenden erwerben grundlegende Kompetenzen in einem bestimmten Berufsfeld. Dafür verbringen sie anderthalb Tage pro Woche in der Berufsfachschule und die restliche Zeit im Betrieb. Die schulischen Module sind praxisorientiert und sollen die Teilnehmenden darin bestärken, ihre beruflichen Kompetenzen zu verbessern: Deutsch allgemein, Informations- und Kommunikationstechnik, Mathematik, Normen und Werte, Arbeiten in der Schweiz und Lernwerkstatt. Massimo Romano: «Die Kompetenzprofile und den entsprechenden Schulstoff haben wir bereits im Vorprojekt in enger Zusammenarbeit mit den Berufsverbänden entwickelt. Heute können wir die positiven Erfahrungen der damaligen Pionierarbeit multiplizieren.»

Integrationsvorlehre

Alle Beteiligten profitieren

Die 94 Teilnehmenden der ersten Zürcher Integrationsvorlehre sind zwischen 18 und 40 Jahre alt und stammen aus den verschiedensten Ländern. 80% der Absolventen und Absolventinnen haben einen Lehrvertrag erhalten und starten diese Tage ins erste Lehrjahr. Die erfreulichen Rückmeldungen zur ersten Durchführung sind ermutigend und sprechen für die Fortsetzung des vom Bund befristeten Pilotprogramms. Die berufliche Integration von geflüchteten Menschen ist auch volkswirtschaftlich ein Gewinn, denn es profitieren alle Beteiligten: die Integrationswilligen, die Branchen und Betriebe, die Kantone und der Bund sowie letztlich die Gesellschaft.

Am 19. August startete im Kanton Zürich die zweite Durchführung der Integrationsvorlehre – über 80 Integrationsvorlehrverträge sind eingetroffen.

Medienmitteilungen

Informationsanlass Management und Kommunikation

Tags: AngebotVeranstaltungen

14. Juli 2019 / Redaktion

Informationsanlass Management und Kommunikation EB Zürich

Donnerstag, 28. November 2019, 18 Uhr

Möchten Sie zum Beispiel wissen, welche Voraussetzungen Sie für einen bestimmten Bildungsgang erfüllen müssen? Oder Sie wollen sich vergewissern, dass unser Angebot Ihren Erwartungen entspricht? Am Informationsanlass können Sie uns Ihre Fragen stellen und mit den Leiterinnen und Leitern der unten aufgeführten Weiterbildungen alles Wichtige abklären.

Vorgestellter Bildungsgang

Top motivierte Flüchtlinge

Tags: Integrationsvorlehre

27. Februar 2019 / Redaktion

Die NZZ berichtet heute auf der Frontseite des Wirtschaftsteils über «beachtliche Erfolgsquoten» beim «Schweizer Projekt der Flüchtlingsvorlehre». Das deckt sich auch mit den Erfahrungen der EB Zürich, die derzeit 75 Flüchtlinge in ihrer Integrationsvorlehre ausbildet.

Integrationsvorlehre

«Wie viele den Sprung in eine reguläre Lehre schaffen, werden wir in ein paar Wochen wissen», sagt der zuständige Bereichsleiter Massimo Romano. Die im Artikel genannte Erfolgsquote von 60 bis 80 Prozent hält Romano für realistisch. Die NZZ berichtet von durchwegs positiven Erfahrungen mit der neuen Integrationsvorlehre (INVOL) in den Kantonen Schaffhausen, Zug und Solothurn. Und folgert: «Trotz hohen Hürden scheint die Mehrheit der Teilnehmer gute Chancen zu haben, eine reguläre Berufslehre zu finden.»

Dass die EB Zürich im Auftrag des Kantons Zürich bereits von 2016 an einen Pilotkurs im Berufsfeld der Logistik durchgeführt und damit Pionierarbeit für die Entwicklung des Ausbildungskonzeptes geleistet hat, kommt in dem Artikel leider nicht zur Sprache.

Das Pilotprojekt des Kantons Zürich war für die Planung, Konzeption und Vorbereitung der INVOL massgebend. Die EB Zürich führt gegenwärtig für 8 Berufsfelder den Schulunterricht in Zusammenarbeit mit anderen kantonalen Berufsfachschulen durch: Die 75 Flüchtlinge lernen seit August am Standort Zürich Altstetten Deutsch, Mathematik, Branchen- und Berufskunde, ICT-Kenntnisse, Allgemeinbildung und mehr.

Die Ausbildungsverantwortlichen bestätigen, dass die Integrationsvorlehrlinge sehr motiviert sind, wie es in dem NZZ-Artikel heisst. Dieser trägt gar den Titel: «Stärker motiviert als Schweizer Lehrlinge».

Medienmitteilungen